Budder bei de Fakten

Etwas Statistik und kuriose Zahlen zum ersten Teil unserer Reisezeit und auch für uns ein paar aufschlußreiche Erkenntnisse ;).

Wo wart ihr nun genau?

Wir waren bisher 164 Tage (02.07. – 12.12.2019) im Ausland unterwegs und besuchten neun verschiedene Länder. 

  • Portugal (eine Nacht in Lissabon, weil wir unseren Anschlussflug verpasst haben)
  • Kanada (86 Tage) 
  • Mexiko (31 Tage) von Mexiko-City nach San Cristóbal de las Casas)
  • Guatemala (16 Tage)
  • Belize (2 Tage Inselfeeling auf Caye Calker) 
  • Mexiko (13 Tage Yucatán/Karibik)
  • Costa Rica (drei Nächte in San José) 
  • Nicaragua (15 Tage)
  • Costa Rica (9 Tage)
  • Panama (6 Tage) 
  • und ca. 24min. in der Dominikanischen Republik

Die Aufzählung beschreibt unsere Reiseroute. Tage, an denen wir Grenzen überquert haben zählen doppelt. 

Welches Land hat dir am Besten gefallen?

Puh, diese Frage ist auf gar keinen Fall einfach zu beantworten. Mir hat das Reisen in allen neun Länder gefallen, doch jedes Land und jede Zeit hatte ihre Eigenheiten.

So komme ich über Kanada ins Schwärmen, denke an die vielen Seen in die wir eingetaucht sind, die Freiheit mit dem Auto überall hin fahren zu können, das Arbeiten auf der Apfelfarm mit den Ladies, usw… Unvergessen sind auch die weniger tollen Momente, aber gut, so ist das Leben. In Mexiko haben wir uns in das Essen, die Menschen, Oaxaca, die Pferdefarm und noch so viel mehr verliebt und so war es für uns nur konsequent, ein zweites Mal nach Mexiko einzureisen. Mit der Willkür der Migrationsbeamt*innen bei Ein- und Ausreise hatten wir jedoch so unsere Probleme. Guatemala war ein Wunschland meinerseits, doch kurz davor taten wir uns ein wenig schwer. Wir haben die Achtungszeichen der Anderen (Blogger*innen, Eltern, andere Reisende) zu groß in unseren Köpfen werden lassen und sind somit mit angezogener Handbremse gereist. Nichts desto trotz, ist die Landschaft in ihrer Vielfalt unbeschreiblich schön (dazu schreibe ich später nochmal einen Artikel). Überrascht hat uns Costa Rica, nur nicht ganz so wie erhofft. Das Land ist Fortschritt pur: kein Militär statt dessen Investitionen in Bildung, geschützt Fauna und Flora und fast klimaneutral in seinem Wirken. Wir hingegen hingen uns mehr an den hohen Preisen und einer gefühlten Trennung von Reisenden/Tourist*innen und dem normalen Leben der einheimischen Menschen auf. Nicht wirklich auf unserem Plan stand Nicaragua, aber der Aufenthalt in dem Land war der Hammer. Hier gab es für uns alles was wir in der Zeit brauchten. Den wilden Pazifik mit seinen wunderschönen Stränden, Surfen, noch mehr Vulkane und ein Eintauchen in die Gespräche mit Lokals über Politik, Geschichte und die Zukunft des Landers. Panama hatte es schwer mit uns, denn wir waren mit dem Kopf schon fast wieder “zu Hause”. Dennoch mochten wir das Land mit seinen freundlichen Menschen, die Varianz der Landschaft und die Metro im modernen Panama City. Endlich wieder Reisen mit Anzeigetafel. 🙂

In welches Land würdest du nochmal zurückkehren.

Mexiko: und dann ganz viel Kaffee und Kuchen essen gehen. Ein kleines Portemonnaie in einem Zapatistaladen kaufen und einen der warmen Pullis vom Markt erwerben.

Nicaragua: um Horacio nochmal in seinem Hostel zu besuchen, mit ihm zu Surfen und ein Bierchen zu trinken.

Welche “Verkehrsmittel” habt ihr für eure Fortbewegung genutzt?

  • Drei Leihwagen (Ms. Jackson, Mr. Mice und Abuelito)
  • Wir mussten uns acht Mal die Sicherheitsvorkehrungen von Flugzeugen ansehen und sind nicht stolz drauf.
  • “Chickenbus” in Guatemala, Belize, Nicaragua und Panama
  • Fernreisebusse vorwiegend in Mexiko 
  • Hop On Hop Off – Bus
  • Colectivos (Minibusse) 
  • Uber
  • Taxi
  • Fahrradrikscha
  • 4 -Wheel
  • Ladefläche eines Pickup
  • Lancha (Lago Atitan) und Speedboot (nach Caye Calker)
  • Auf dem Rücken der Pferde
  • Metro (Toronto und Panama)
  • Vier Füße und

Und wo habt ihr so geschlafen?

Wir sind auf 10 verschiede Arten der Unterbringung gekommen….

  • Hotel (nur ein Mal und auch nur weil die Airline dafür aufgekommen ist)
  • Hostels
  • Airbnb-Wohnungen
  • Auto
  • Trailer
  • Couchsurfing in der Hängematte
  • Scheune mit Draußenklo
  • 2x Airport (Ottawa und Panama-City)
  • 2x Nachtbus (Mexiko und Guatemala)
  • Kings College (Studierendenwohnheim)

Und welche Unterkunft hat dir am besten gefallen?

Jede von uns durfte unabhängig voneinander drei “best places to sleep” benennen.

Anne Madeleine
Hostel Seibel in “Xela” – eine perfekt ausgestattete Küche und das Interieur wie bei Oma BrigitteDas schon recht dekadente Hotelzimmer in Lissabon (durch Airline bezahlt)
Die Scheune auf der Pferdefarm. Ohne Wlan und arschkalt aber irgendwie so gut. Die Scheune auf der Pferdefarm. Mit Lagerfeuer, Tee und den Tieren.
Die Freiheit und Autonomie im Kofferraum von Ms. Jackson (Auto). Die Airbnb-Wohnung in Oaxaca.

Und welche Unterkünfte ging mal so garnicht.

AnneMadeleine
Hostel La Casa del Tio Rafa – ein schmuddeliges Zimmer mit Ameisenstraße durchs BettHostel La Casa del Tio Rafa, übler Geruch, modriges Zimmer und die Ameisen im Bett erst
Madre Selva Hostel im Regenwald von Costa Rica, wo der Schimmel mit kontinentgroßen Handflächen gewunken hat.Der muffige, feuchte Trailer in Kanada auf der Weintraubenfarm.
Wartehalle am FlughafenMadre Selva Hostel im Regenwald von Costa Rica wo der Schimmel mit kontinetgroßen Handflächen gewunken hat.

Was habt ihr in den Ländern gemacht?

In Kanada waren viel wandern in Mexiko und Mittelamerika waren es geführte Touren

  • Indian Nose (Sonnenaufgang über dem Lago Atitlan in Guatemala)
  • Monte Albán nahe Oaxaca (Wirkungsorte der Zapoteken)
  • Vulkanbesteigung Pacaya nahe Antigua Guatemala
  • Tikal, antike Stadt der Maya in den Regenwäldern Guatemalas
  • Lavasee im Vulkan Masaya nähe Managua
  • Vulcano Boarding vom Cerro Negro Vulkan bei Leon
  • Jaguar Rescue Centre (Costa Rica)

Wir haben während der Reise nur an vier Freewalks teilgenommen.

in Quebec, Oaxaca, San Cristóbal de Las Casas und Leon Wir sind große Fans von Freewalks, da sie neben einem guten Überblick über den Ort, vielen Tips für lokal Food und “places to” be beinhalten. Aufgrund einer Startzeit von 9.30Uhr oder 10Uhr verschliefen wir Faulies die ein oder andere Tour. Freewalks sind Stadtrundgänge auf Trinkgeldbasis.

Die mit Abstand beste Tour hatten wir mit Erika in San Cristóbal de Las Casas, die schlechteste war in Quebec. Dort haben wir nach einer Stunde dann ganz plötzlich die Gruppe irgendwie dann anscheinend nicht mehr finden können. Uppsi.. Na ja ….

Recherchen und Reiseplanung

Wir hatten uns im Vorfeld der Reise nur wenig mit den einzelnen Ländern einer möglichen Route auseinandergesetzt. Somit waren wir frei täglich neu zu entscheiden wohin es gehen soll, hatte aber auch zur Folge, dass wir viel Zeit mit dem Lesen von anderen Reiseblogs, Büchern und dem Austausch mit anderen Reisenden verbracht haben. Wobei letzteres oft auch ziemlich nice war. Wir sind in der Routenentscheidungen oft unserem Bauchgefühl gefolgt und haben damit ein paar “Lonely Planet Highlights” ausgelassen, waren damit aber mehr bei uns.

Entspannt, gesonnt, gelebt

Und ja, wir lagen auch oftmals nur faultiermäßig im Schatten und starten Löcher in die Luft. An manchen Orten war es so heiß, dass nicht mal mehr Candy Crash von Interesse war und an anderen Orten genossen wir es einfach die Zeit gehabt zu haben das Leben um uns herum zu beobachten und Kaffee zu trinken.

Was war eurer Highlights auf der Reise?

@ Anne: Die Menschen denen ich begegnet bin.

Richtig aufgelebt habe ich in den Interaktionen mit andern Menschen. Egal ob mit rudimentärem Spanisch oder stundenlang mit anderen Reisenden, ich fühlte mich währenddessen und noch Stunden später so erfüllt und lebendig.

@ Madeleine: Die Zeit im Kontakt mit Tieren

So sehr genossen habe ich die Zeit mit den beiden Hunden auf der Apfelfarm in Kanada, die mich jeden Tag begleitet haben und zwischen den Baumreihen um mich herumtobten. Auch in starker Erinnerung sind die Begegnungen mit den Hunden, Katzen und tief beeindruckenden Pferden im Hochland Mexikos.

Was waren Tiefpunkte eurer Reise?

@ Anne:

  • Ein Beziehungssturm in der Karibik
  • Das Auto festfahren im Hochland von Costa Rica
  • Mein Zusammenbruch auf der Weinfarm

@ Madeleine: 

  • Auseinandersetzungen zwischen uns
  • die körperliche und psychische Überschreitung eigener Grenzen und Leistungsfähigkeiten auf der Traubenplantage in Kanada
  • drei Tage fiebernd im Bett in Mexiko-City

Wie teuer war die Reise bisher?

Diese Frage kann ich leider nicht mehr genau beantworten, da ich auf halber Strecke aufgehört habe alle Ausgaben detailliert festzuhalten. Es ging auch ohne und sparte irgendwie Zeit ;). Wir haben uns an Ausgaben von 60 Euro zusammen pro Tag orientiert und sind damit (bis auf in Kanada) ganz gut gefahren.

Ausgabenknaller waren: die Flüge, die Automieten, Unterbringungskosten, geführte Touren, zwei Wochen Sprachschule und ein Kleid. Und wenn schon, all die Dinge waren in dem Moment dran und damit genau richtig. 

Ausgaben die uns geärgert haben waren die, die unserer Meinung nach auf Willkür basierten (z.B. an den Grenzen) oder als ich mal Pad Thai bestellte und nur saure Nudeln bekommen habe. 

Welche Gegenstände nehmt ihr wieder mit und was bleibt zu Hause? 

Mit vielleicht viel zu viel Gepäck sind wir im Juli letzten Jahres gestartet und hatten über fünf Monate Zeit rauszufinden was wir wirklich an Equipment und Klamotten brauchen. Von daher wurde ausgemistet und neu gepackt. 

Daheim geblieben sind bei mir @Anne:

Wanderschuhe, Wandersocken, Daunenjacke, meine blaue Trainingsjacke von Opa Eduard, die Hängematte (hab ich als einzigen Gegenstand nie genutzt), Kabelbinder, Küchenhandtuch, Abwaschlappen, Kochlöffel, Allzweckleine, Badezimmerharken, tragbare Festplatte und damit ein wenige an Gewicht. 

Durchgetauscht habe ich den Rucksack (von 60 + 10 Liter auf 46 Liter), ein paar meiner T-Shirts, das Notizbuch, die Headlamp (hab ne neue von den Eltern zum Geburtstag bekommen) und Kopfhörer. Auch Gertrud unsere Ente ist nun zu Hause geblieben, dafür ist nun Jean Dark mit uns unterwegs. Bilder folgen. 

@ Madeleine:

Wasserfilter, Quixx-Spiel, Tabak/Filter/Papers, Moskitonetz, Wanderschuhe, Schlafsack, Bambusbecher, Daunenjacke, Wandersocken, großer Rucksack, Teil der Verbandstasche, Wimperntusche, Nagellack, 2.Ersatzbrille und Thrombosespritzen.

Ausgetauscht habe ich: sämtliche Kleidungsstücke, Schuhe, Rucksack 

Wieder dabei sind bei mir: Trinkflasche, Brotdose, Möffel, Opinel, Tee, Cappuccinopulver, Ipad, Ebook, aufblasbares Nackenkissen, Schlafbrille, Headlamp, Sonnenbrille mit Stärke, Postkarten/ Andenken von Freund*innen, Köpfhörer plus Doppelanschluss zum gemeinsamen Hören, Menstruationscup, Haarwachs und die Anne. 

Meist gehörte Lieder auf der Reise.

  • Caraluna – Bacilos
  • Señorita – Sean Mendez
  • Soy Yo – Bomba Estéreo
  • No Crezcas Mas – Tercer Ciele
  • Praise You (Chill Mix) -King Arthur, Michael Medco
  • Never Gonna Give You Up – Mac Beez
  • No Rain – Blind Melon
  • Vida – Ricardo Arjona
  • Mi primer million – Bacilos
  • Sing Sing Sing – Benny Goodmand and His Orchestra
  • Soy una Taza (Version Mexiko) – Canta Juego
  • Soy una Serpiente – Las Canciones del Zoo
  • Weit weg von fertig (Album) – von Brücken
  • Best of Nina Simon

Comments

ela
Januar 21, 2020 at 6:36 pm

Schön, wieder von euch zu lesen!!



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Da sind wir wieder...

Januar 15, 2020